Adoptees of Korea: Sarah Henke

Mein koreanischer Name ist young sun kim. Ich wurde mit 1 1/2 Jahren auf den Strassen Seouls gefunden. Mein erster dokumentierter Ort ist eine kleine Polizei Station in der Myeongdong Street. Nachdem ich nicht vermisst wurde, wurde ich nach 3 Monaten zur Adoption freigegeben.

Meine Adoptiv Eltern sind für mich meine Eltern. Meine Eltern haben zwei leibliche Söhne, sind 10 und 12 Jahre älter als ich. Ich bin also als Nesthäkchen in die Familie gekommen und auf dem Land aufgewachsen, so eine unbeschwerte Kindheit wünsche ich jedem Menschen. 

2018 hatte ich das wunderbare Glück durch ein Kochbuch Projekt mit dem Christian Verlag nach Südkorea zu reisen. Dort habe ich zwei Wochen einen kleinen Einblick in mein Heimat Land bekommen. Daraus entstanden ist eine Reise Kochbuch:

 

"Sarah Henke: Korea Meine kulinarische Reise ins Land der vielen Wunder"

 

 

Ich erzähle darin meine Geschichte. Begleitet wurde ich in den zwei Wochen von einem Fotografen und von Jain. Jain, eine Junge Frau aus Korea, die genauso Food begeistert ist, wie ich. Sie hat mir Ihr Korea gezeigt und mir viele persönliche Geschichten erzählt. Ich schreibe in dem Reise Kochbuch viel über meine Gedanken, zu dem Land, meine Gefühle und meine Begegnungen. Hier ein paar Ausschnitte: 

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Ich habe Noo Na eingepackt, ein kleines Schaf, es wird mich begleiten. 

Meine Eltern haben es vor 34 Jahren mit nach Korea genommen, als Sie mich aus Seoul abgeholt haben. Dort haben Sie dann mit mir 10 Tage verbracht, um mich langsam kennen zu lernen und ich Sie. Eine langsame Annäherung an einander, bevor es dann für Immer in mein neues Zuhause gehen soll. Das sind jetzt die beiden Menschen, die mein Leben geprägt haben, mich lieben, damit ich liebe geben kann,  mich unterstützen und mir Mut machen, nie zu früh aus zugeben,  Kraft schenken, um für Dinge, die einem wichtig sind zu kämpfen und mir immer Stärke mit auf den Weg gegeben haben, damit ich meine Ziele erreiche. Auch auf dieser Reise sind Sie in Gedanken immer bei mir und freuen sich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, meine Heimat kennen zu lernen. 

Oft werde ich gefragt, warum bist du noch nicht früher nach Korea gereist. Korea das Land wo du geboren wurdest. Ein gute Frage!? Angst .. Angst, was ich vorfinde, Angst was das Land mit mir macht, Angst, wie die Menschen auf mich reagieren..Und nun trennen uns weniger als 24h und ich bin in Seoul! Seoul, der Ort, den ich vor 34 Jahren verlassen habe

Es gibt leider nur wenig Informationen über meine Herkunft..Gefunden als Findelkind in Seoul, in einem Stadtteil, der auch schon damals viel besucht war.  

 

NooNa konnte ich sagen und laufen konnte ich schon. 

Young Sun Kim

Vermutlich geboren am 23.02.1982

Bedeutung des Namens Glorreich und Gutmütig

 

Nicht viel was ich weiss... aber ist es wichtig? Zählt doch heute, wer ich bin und was ich aus meinem Leben gemacht habe. Meine Eltern sind immer da, stehen hinter mir, das ist doch viel wichtiger. Zweifel habe ich dennoch, weiß ich doch immer noch nicht, was mich dort emotional erwarten wird....

Es ist keine normale Reise, ich bin kein Tourist, der ein fremdes Land bereist. Ich möchte mehr .. ich möchte das Land spüren, was mich bewegt und was ich bei der ganzen Reise für mich mit nehmen kann.  Die Menschen, die Kultur und vor allem das Essen kennen zu lernen, spielen dabei natürlich auch eine wichtige Rolle.

 

Angekommen in Korea 

Ich fühle mich etwas erschlagen von der langen Anreise. Jede Begegnung mit Koreanern, zeigt mir aber jetzt schon, dass sie mich wahr nehmen, als wäre ich eine von Ihnen. Das freut mich und gibt mir irgendwie ein gutes Gefühl. Seit langer Zeit habe ich endlich ein befreiendes Gefühl ums Herz …die letzten Wochen bis zur Abreise waren purer Stress für mein Kopf und mein Herz.

 

Mir gehen Gedanken durch den Kopf 

Schließt man mit seiner Vergangenheit, seiner Herkunft irgendwann ab? Oder ist man unbewusst immer auf der Suche?

Ich bin mir nicht sicher, eine Antwort darauf zu haben bzw. sie jemals zu finden. Ich bin aber glücklich, meine Reise angetreten zu haben. 

 

Und es ist viel mehr ...

Ich hatte vor meiner Reise einige Emails geschrieben, ob die Möglichkeit besteht, das Babies Home in Seoul zu besuchen. Das ist der Ort wo ich 3 Monate verbracht habe, bevor ich zur Adoption frei gegeben wurde. Leider gibt es das nicht mehr und das Gebäude wurde abgerissen... vielleicht soll es auch so sein, mein Mann Christian ist sich nicht sicher, ob ich das wirklich sehen sollte. Ich weiß es nicht, aber ich habe das Gefühl, dass es ein Ort ist, der doch irgendeine Verbundenheit aufweisen müsste …. ( Nachrtrag: ich bin nicht an den Ort gefahren, auch zwei Jahre Später 2020 war ich nicht dort) Etwas sentimental werde ich, wenn ich daran denke, dass ich alleine hier bin. Gerne würde ich diese Momente teilen. 

Wenn mich jemand fragen würde, wie ich mich hier fühle, könnte ich das nicht mit einem Wort beantworten. 

Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir diese Reise ermöglicht wurde. Es ist ein eigenartiges Gefühl unter Menschen zu sein, die das selbe Aussehen haben und doch irgendwie anders sind. Immer wieder taucht die Frage auf, ob den Frauen, die mir hier begegnen irgendwie mit mir verwandt sein könnten. Die Wahrscheinlich ist sehr sehr gering, aber irgendwie ist die Neugier da.

Es gibt nicht viele Worte, die ich damals auf koreanisch konnte, aber Noo Na war dabei, Schwester auf Koreanisch. Daraus schließe ich, dass ich wohl nicht alleine war. Nicht zu wissen, ob es eine gibt oder was aus ihr geworden ist, schwirren mir unzählige Male durch den Kopf. Aber es hilft hier zu sein. Einige Momente und Gegebenheiten kennen zu lernen, um zu verstehen, wie mein Heimat Land lebt.

 

Mein erster dokumentierter Ort ist eine kleine Polizei Station in der Myeongdong Street. Ein komisches und trauriges Gefühl umgibt mich. Jetzt ist wieder einer dieser Momente, wo ich mir wünschte, Christian wäre dabei. Es ist alles schon sehr aufregend und mit so vielen Eindrücken, die ich gerne teilen würde. Aber gerade jetzt fehlt er mir am meisten.

Das Viertel ist sehr belebt. Man könnte es mit der Zeil in Frankfurt am Main vergleichen. Eine Haupteinkaufs Strasse. Viele Geschäfte und viele Menschen. Dank dem freien WLAN, dass man immer mal wieder in Seoul hat, führt mich die App zu der Polizei Station. Es ist ein sehr kleines Gebäude, mitten in den belebten und neumodernen Einkaufs Fassaden. Gegenüber ist eine Art Sitzgelegenheit gebaut, um kurz inne zu halten. Eher für die Verschnaufpause während eines Shopping Marathons gedacht, als für jemanden wie mich, der durchatmen muss. Ich sitze einem Teil meiner Vergangenheit gegenüber. Seltsam. Meine Gedanken malen sich wieder unzählige Geschichten und Gründe aus, warum ich wohl damals alleine in Seoul rum gelaufen bin … eine Antwort darauf werde ich wohl niemals finden. Hier bin ich vor 34 Jahren aufgenommen wurden. Hier ist der erste Ort, der dokumentiert wurde. Normalerweise ist der erste Ort ein Krankenhaus, wo man geboren wurde. Bei mir ist es eine Polizeistadion, als ich schon 1 1/2 Jahre alt war. Was davor war, ist offen. Darüber sprechen ist schwer, das in Worte zu fassen, was man fühlt und was einen so sehr beschäftigt ist schwierig. Ich bin traurig und gleichzeitig auch zufrieden, dass ich den Mut hatte hier her zu kommen. Alleine. Wie vor 34 Jahren. 

Auf so einer Reise merke ich, wieviel ich bereits gelernt, erlebt und erfahren habe. Ich bin auf diese Reise gegangen, um so viel wie möglich von einem Land kennen zu lernen, in dem ich geboren wurde. Es sind tausende Eindrücke, die ich jeden Tag erleben darf. Geräusche, Gerüche, Farben … 

Und immer geht mir dieselbe Frage durch den Kopf, wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich hier aufgewachsen wäre. 

 

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DER bewegendeste und emotionalste Moment der Reise mit Mönch Jeong Kwang. Wir haben nach der Kochklasse etwas Zeit bei einem starken Kaffe und sitzen am Tisch. 

Annyeong haseyo sineum    "HALLO MÖNCH" 

Jain erzählt ihr etwas über meine Vergangenheit, dass ich in Korea geboren bin, aber als kleines Mädchen nach Deutschland adoptiert wurde. Warum ich heute hier bin...Und dann sagt Jeong Kwang folgende Worte…

"Es ist nicht wichtig wer deine leiblichen Eltern sind, wichtig ist, wer du bist und jeder kann deine Mum sein. I am your mum“ 

 

Ich weine … Die Worte treffen mich mitten ins Herz …. 

"Lass deine Wut, deine Sorgen und deine Ängste raus, Schrei sie raus du, du musst dich von dem befreien was dich innerlich belastet. Wenn du weinen musst dann weine, es ist wichtig Emotionen zu zeigen, den diese sagen dir dass du lebst. Ich wünsche dir alles gute und dass du deine happiness findest. Wir sind allein, wir kamen allein und wir gehen allein. Also sei mutig und sei du selbst . Du hast Kraft und die Stärke."

 

Worte die mich so Berührt haben. Eine Person die deine Sprache nicht spricht. Die dich das erstmal kennen lernt. In einem für mich fremden Land 

 

So eine offene Herzlichkeit habe ich noch nie erlebt. Sie spendet Kraft und macht Mut

Wir alle sind auf der Welt um glücklich zu sein. Aber wir sind auch diejenigen, die das erreichen können, wenn wir an uns selbst glauben, selber in uns rein hören, den Mut haben auch Dinge zu erkennen, die nicht so angenehm sind und wir Dinge ändern müssen. Es liegt nur an uns positiv zu denken und zu leben. Wenn ich glücklich, bin strahle ich das aus. Wenn ich glücklich, bin gebe ich das in meine Gerichte. Wenn ich glücklich, bin sind es auch meine Gäste.

Mit einem unvergesslichen Moment und Gefühl fahre ich wieder nach Seoul. Es war wichtig für mich diese Reise zu machen. Es war richtig mich darauf ein zu lassen. Und ich weiß jetzt schon, ich werde wieder kommen

Ein Teil von mir ist Korea

Gamsa hamnida sineum "VIELEN DANK MÖNCH" 

 

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Tagsüber besuche ich noch den Deoksugung Tempel.

Dort war ich vor 34 Jahren mit meinem Eltern. Mein Papa hat mir heute noch ein Bild von Damals zu geschickt… und ich finde genau das selbe Motiv wieder. Ein seltsames Gefühl, aber gleichzeitig auch ein gutes Gefühl umgibt mich. Ein Gutes Gefühl, dass ich den Mut hatte mich auf diese Reise zu begeben. Ein seltsames Gefühl, weil wieder tausend Fragen auftauchen, die unbeantwortet bleiben. 

So eine Reise wie diese, ist auch eine Reise zu sich selbst. 

Ich bin nicht irgendein Tourist, der das Land kennen lernen möchte und darüber ein Buch schreibt, was es dort für Essen gibt. Ein Stück weit ist es auch ein Reise zu dem, was ich hier gelassen habe, als ich vor 34 Jahren das Land verlassen habe. Eine Vergangenheit auf zu arbeiten auch wenn diese nur eine kurze Zeit war. 

Sie gehört zu mir, ohne sie wäre mein Leben nicht so, wie es jetzt ist. 

Umstände haben mein Leben hier anfangen lassen, und mich dann nach Deutschland gebracht. Zwei Menschen in Deutschland, die bereits zwei eigene Söhne hatten, haben 1983 den Wunsch gehabt ein Mädchen zu adoptieren. Das es Korea geworden ist, war wohl eher Zufall, aber es ist für mich natürlich das Beste, was passieren konnte. 

So sind beide, nach genauer Überprüfung vom Jungendamt, benachrichtigt wurden, dass Sie mich in Korea abholen können. 

Dort haben wir dann das erste Mal auf einander getroffen. Gerne wird immer davon erzählt, dass ich von Anfang an ein Papa Kind gewesen bin. 

Meine Eltern haben einige Tage mit mir hier verbracht und hatten so Gelegenheit einen kleinen Einblick in mein Heimatland zu bekommen und mich wenigstens ein bisschen näher kennen zu lernen, bevor es für mich nach Deutschland ging. 

Vijay, den ich bei der Food Tour kennen gelernt habe, erzählte mir, nach dem ich meine Grund der Korea Reise in Kurzfassung erzählt habe, dass er selber mal einen DNA Test machen lassen hat. Und tatsächlich bekam er auch die Nachricht, dass es jemanden gibt, der eine ähnliche DNA besitzt. Letztendlich stellte sich heraus, dass sein Bruder unabhängig von Vijay vor länger Zeit diesen Test machen lassen hat. Für Vijay war es eine Erleichterung, dass die DNA von seinem Bruder war, und nicht von einem für ihn noch unbekannten Menschen. 

Ich habe auch kurzzeitig darüber nach gedacht, solch einen DNA Test machen zu lassen. Bin aber heute, nach meiner Reise zu dem Entschluss gekommen, dass ich meine Familie in Deutschland habe. Und dass die Angst vor einer Enttäuschung zu groß ist, niemanden zu finden, als es aus zu probieren. 

Ich bin Dankbar und zufrieden, und dass ich das Gefühl habe, dass ein Teil von mir Korea ist, reicht aus und ist mehr, als ich bei dieser Reise erwarten konnte. 
 

Heute

Im Februar 2020 bin ich gemeinsam mit meinem Mann Christian zwei Wochen in Korea gewesen. Wir haben Jain und Ihren Freund getroffen. Wir hatten eine wunderschöne und unvergessliche Zeit. 

Dadurch, dass ich meine Geschichte mit meinen sehr persönlichen Gedanken erzählen konnte, habe ich meine Herkunft verarbeiten können. Und jetzt kann ich sagen, dass ich zu den Kindern gehöre, die eine besondere Geschichte zu erzählen haben. Für mich spielt es keine Rolle adoptiert zu sein. 

Heute kann ich sagen, dass ich zwei Heimaten habe: Deutschland und Korea

MeineName  Young Sun Sarah Eckhardt geb. Henke, eine Frau in Korea geboren und in Deutschland auf gewachsen, ich möchte allen Adoptierten Mut machen, die mit Ihrer Vergangenheit nicht abschließen können und sich immer noch nach dem warum und wer sind die leiblichen Eltern fragen. 

 

Wie der Mönch Jeong Kwang schon gesagt hat:

"Es ist nicht wichtig wer deine leiblichen Eltern sind, wichtig ist, wer du bist und jeder kann deine Mum sein. I am your mum."

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ENGLISH TRANSLATION

Name: Sarah Henke (김영순)

Adopted to: Germany

Current Residence: Andernach, Germany

 

My Korean name is Young-Sun Kim. I was found in the streets of Seoul at the age of 18 months. My first documented location was a small police station on Myeongdong Street. After I was deemed as not missing, I was released for adoption 3 months later. 

For me, my adoptive parents are my parents. My parents have two biological sons, who are 10 and 12 years older than me. I came into the family as the youngest and grew up in the countryside. I wish everyone would have had such a carefree childhood like me.

In 2018 I was lucky enough to travel to South Korea through a cookbook project with "Christian Verlag" publishing house.There I got a little insight into my home country for two weeks. The result is a travel cookbook:

 

 

“Sarah Henke: Korea My Culinary Journey To The Land Of Many Miracles”


 

I tell my story in it. During these two weeks, I was accompanied by a photographer and Jain. Jain is a young Korean woman who loves food as much as I do. She showed me "her" Korea and told me a lot of personal stories. In the travel cookbook I write a lot about my thoughts about the country, my feelings, and my encounters. Here are some excerpts from my book:

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I packed Noo Na, a little sheep, that will accompany me [back to Korea].

My parents had it with them on the trip to Korea 34 years ago when they picked me up from Seoul. They spent 10 days in Seoul with me so we could slowly get to know about each other. A slow approach before I was brought to my new home forever. These are now the two people who have shaped my life, who love me so that I can give love, who support me and encourage me to never give up too early, who give me strength to fight for things that are important to me, and always give me strength along the way so that I can achieve my goals. Also on this journey they are always with me in my thoughts and they are very happy that I have the opportunity to get to know my homeland.

A journey like this is also a journey for yourself.

I am not just any tourist who wants to get to know the country and writes a book about the food there. To some extent it is also a journey to what I left behind when I left the country 34 years ago. A past to work on even if it was only a short time. It belongs to me, without it my life would not be the way it is now. Circumstances started my life here and then brought me to Germany. Two people in Germany who already had two sons of their own had the wish to adopt a girl in 1983. It was more of a coincidence that it was Korea, but for me it is of course the best thing that could have happened.

After a close review by the youth welfare office, [my parents] were informed that they could pick me up in Korea. There we met for the first time. I am always told that I was a dad kid from the beginning. My parents spent a few days here with me and had the opportunity to get a little insight into my home country and at least get to know me a bit better before I went to Germany.

I am often asked: Why haven't you traveled to Korea before? Korea, the country where you were born. This is a good question.

Fear... Fear of what I would find, fear of what the country would do to me, fear of how people would react to me. And now there are less than 24 hours remaining and I'll be in Seoul. Seoul, the place I left 34 years ago.

Unfortunately there is only little information about my origin. I was found abandoned in Seoul, in a part of the city that was already frequently visited at this time.

 

I could say “noona” and I could already walk.

Young-Sun Kim

Probably born on February 23, 1982.

Meaning of the name: "Glorious and Good-natured"

 

I don’t know much, but is it important? Today it counts who I am and what I have made out of my life. My parents are always there, standing behind me, which is much more important. But I still have doubts. I still don't know what will await me emotionally over there...

It is not a normal trip, I am not a tourist who travels to a foreign country. I want more. I want to feel the country, what moves me and what I can take with me during the whole trip. Getting to know the people, the culture and above all, the food will naturally also play an important role.

 

Arrived in Korea

 

I feel a bit overwhelmed by the long journey. Every encounter with Koreans already shows me that they perceive me as if I were one of them. I enjoy this and it somehow gives me a good feeling. I finally have a liberating feeling around my heart...the last few weeks until departure were pure stress for my head and my heart.

 

Thoughts go through my head:

Does one at some point ever really resolve their past, their origins? Or is one unconsciously always looking?

I am not sure I have an answer to it or will ever find it. But I'm happy to have started my journey.

 

And it's much more...

I had written some emails before my trip to see if there was an opportunity to visit "Babies Home" in Seoul. This is the place where I spent 3 months before I was released for adoption. Unfortunately they no longer exist and the building was demolished...maybe it should be that way, my husband, Christian, is not sure if I should really see it. I do not know, but I have the feeling that it is a place that should have some connection... (addendum: I never went to the place, even two years later in 2020 it wasn't there). I get a bit sentimental when I think about being here alone. I would like to share these moments. If someone asked me how I feel here, I couldn't answer it in one word. I am very grateful that this trip was made possible for me.

It is a strange feeling to be among people who look the same, but are somehow different. Again and again the question arises whether the woman I meet here could somehow be related to me. The probability is very, very low, but somehow the curiosity is there.

There aren't many words I could speak in Korean at the time, but noona was always there, “sister” in Korean. Out of this I conclude that I was probably not alone. However, not knowing if there is anyone or something more buzzes in my mind countless times. But it helps to be here, getting to know a few moments and circumstances to understand how my home country lives.

My first documented place is a small police station on Myeongdong Street. [I return there now.] A strange and sad feeling surrounds me. Now this is one of those moments when I wish Christian would be here. It's all very exciting and with so many impressions that I would like to share. But right now I miss him the most.

The neighborhood is very busy. You could compare it to the “Zeil in Frankfurt am Main,” a main shopping street in Germany. There are lots of shops and lots of people. Thanks to the free WiFi that you always have in Seoul, my app leads me to the police station. It is a very small building, in the middle of the busy and modern shopping facades. Opposite is a kind of seat built to pause for a moment. Rather intended for a breather during a shopping marathon than for someone like me who has to take a deep breath. I'm facing parts of my past. Strange. My thoughts paint back innumerable stories and reasons why I was probably walking around in Seoul back then... I will probably never find an answer to that. I was taken here 34 years ago. Here is the first location that has been documented. Usually the first location is a hospital where you were born. For me, it's a police station when I was 1 1/2 years old. What was before is unknown. Talking about it is hard to put into words what you feel and what keeps you busy. I am sad and at the same time satisfied that I had the courage to come here. Alone. Like it was 34 years ago.

On a journey like this I realize how much I have already learned, experienced and got to know. I went on this trip to get to know as much as possible about a country where I was born. There are thousands of impressions that I can experience every day. Noises, smells, colors...And the same question always comes to my mind, how would my life have gone if I had grown up here.

 

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THE most touching and emotional moment of the trip happened with monk Jeong Kwang. After the cooking class we spent some time with a strong coffee and sat at the table.

Annyeong haseyo sineum “Hello, monk.”

Jain tells her about my past. That I was born in Korea, but adopted to Germany as a little girl. She tells him why I'm here today...and then Jeong Kwang says the following words...

“It doesn't matter who your birth parents are, it matters who you are and everyone can be your mum. I am your mum.”

I cried. The words hit me right in the heart.

“Let out your anger, your worries and your fears, scream them out, you have to free yourself from what is stressing you internally. If you have to cry then cry, it is important to show emotions. They tell you that you are alive. I wish you all the best and that you'll find your happiness. We are alone, we come alone and we go alone. So be brave and be yourself. You have the power and the strength.”

These words touched me deeply. They came from a person who doesn't speak my language, someone who got to know me first, in a country that is foreign to me. I have never experienced such open cordiality. It gave me strength and encouragement.

 

We are all in the world to be happy. But we are also the ones who can achieve this if we believe in ourselves, listen to ourselves, have the courage to recognize things that are not so pleasant and change things. It is only up to us to think and live positively. When I'm happy, I radiate that. If I'm happy, I'll put it in my dishes I cook. When I'm happy, my guests are too. With an unforgettable moment and feeling I drove back to Seoul.

It was important for me to make this trip. It was right to let me in on it and I already know I'll be back.

Korea is a part of me.

Gamsa hamnida sineum “Thank you, monk.”

 

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During the day I visited the Deoksugung temple.

I was there with my parents 34 years ago. Today my dad sent me a picture from back then... and I find exactly the same motif again. A strange but good feeling surrounds me. It was a good feeling that I had the courage to embark on this journey. A strange feeling though, because a thousand questions arise that remain unanswered.

Vijay, who I got to know on the Food Tour, told me, after I gave a short version of my reason for the trip to Korea, that he had done a DNA test himself. And in fact he got the news that there is someone who has similar DNA. It turned out that his brother had this test done a long time ago, independently of Vijay. It was a relief for Vijay that the DNA was from his brother, and not from someone he still didn't know. I also briefly considered doing a DNA test, but today after my trip I came to the decision that I have my family in Germany. And that the fear of disappointment in finding nobody is too great to give it a try.

I am grateful and satisfied. I have the feeling that part of me is Korea and that is enough and more than I could have expected on this trip.

 

Today

In February 2020, I spent two weeks in Korea with my husband, Christian. We met Jain and her boyfriend. We had a wonderful and unforgettable time.

By being able to tell my story with my very personal thoughts, I was able to process my origins. And now I can say that I am one of the children who have a special story to tell. It doesn't matter to me to be adopted.

Today I can say that I have two homes: Germany and Korea.

My name is Young Sun, Sarah Eckhardt, born Henke, a woman born in Korea, but raised in Germany. I would like to encourage all those who have been adopted, those who cannot close with their past and those who are still wondering why and who their biological parents are.

 

As the monk Jeong Kwang said:

“It doesn't matter who your birth parents are, it matters who you are and everyone can be your mum. I am your mum.”

 

 

Author: Sarah Heneke

Translated by: Sascha Heene

Edited by: Kara Rickmers

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